Return to Sender – the Voice of America

ein Blogeintrag von Markus Kromberg
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dieser ehemalige Sender wurde zwischen 1952 und 1953 errichtet. Mit 1.000kw wurde über einen 256m hohen Sendemast die “Voice of Amerika” (VoA) auf Langwelle ausgestrahlt. Die VoA wurde 1942 vom Büro für Kriegsberichterstattung gegründet und sollte Hörfunkprogramme für das von Deutschland besetzte Europa und Nordafrika produzieren. Die VoA nutzte dazu Kurz- und Langwellensender, die von CBS und NBC bereitgestellt wurden. Eine Besonderheit stellte die Stromversorgung der Station dar. Sie erfolgte mit Hilfe eigener Generatoren, da alle Sendegeräte als amerikanische Geräte für eine Speisung von Dreh-/Wechselstrom mit 60 Hertz ausgelegt waren und ein Umformer oder Umrichter anscheinend den amerikanischen Betreibern zu teuer war. Aus diesem Grund verfügte das Stationsgebäude über große charakteristische Öltanks, die den ganzen Komplex das Antlitz einer Ölraffinerie gaben. Erst als die Deutsche Bundespost die Station übernahm, wurde ein Umformer installiert und die Stromversorgung auf die Speisung aus dem öffentlichen Netz umgestellt.

1973 wurde der Sender im Zuge der Entspannungspolitik stillgelegt, allerdings 1979 noch für Tests des Funknavigationssystems LORAN-D reaktiviert. Im Rahmen des Genfer Wellenplans gelang es der damaligen Deutschen Bundespost für diesen Sender die Langwellenfrequenz zu erhalten und den Sender für Ausstrahlungen des Programms des Deutschlandfunks zu nutzen. Da in den Nachtstunden für die Nutzung dieser Frequenz durch Auflagen des Genfer Wellenplans Richtstrahlung angewandt werden musste und wegen eines nahegelegenen Großflughafens kein zweiter Antennenträger errichtet werden konnte, musste dieser Sender nachts abgeschaltet werden.

Zum Zeitpunkt des Besuches waren die Hallen in recht gutem Zustand. Keine Grafitis, wenig Vandalismus und ansprechend zu Fotografieren. Anscheinend wurde die Halle von Paintball- / Gotcha-Spielern heimgesucht, ihre Farbflecken sowie Farbkugeln und Treibgas-Fläschchen sind in den Hallen überall zu finden. Alles in Allem eine sehr schöne Tour die Eindrücke hinterlassen hat.



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